Saale – Bayerischer Wald – Alpen 2005

14 Tage, 4.000 km und viel Gelächter — von Castrop-Rauxel über Leißling, Amberg und Berchtesgaden bis in die Eifel und nach Luxemburg.

Start
02.06.2005
Dauer
14 Tage
Distanz
4.000 km
Startpunkt
Castrop-Rauxel, Henrichenburg
Gruppe
mit Birgit, Doris, Klaus, Helmut, Ralf, Yvonne, Roger, Edith, Akki, Norbert & Christoph
Saale - Bayerischer Wald - Alpen 2005

Vier Wochen Lachen, Fahren und Staunen

„Und — habe ich zu viel versprochen?", stellte Birgit die Frage an Doris. Und sie antwortete: „Mir tut der Bauch weh vor Lachen, und das schon am ersten Tag. Wie soll das bloß weitergehen?"

Und es ging weiter. So viel gelacht, gequatscht, gegessen und gefahren haben wir schon lange nicht mehr. Insgesamt 4.000 km wurden in den 14 Tagen abgegrast.

Anreise nach Leißling an der Saale

Unsere Tour begann am 02.06.2005 um 9:00 Uhr an der Auffahrt Castrop-Rauxel „Henrichenburg". Zuerst 200 km Autobahn, um dann bei Kassel auf die Landstraße zu wechseln. Es ging durch das Baunatal, Hessisch Lichtenau, vorbei am Nationalpark Hainich, durch den Thüringer Wald bis nach Leißling an der Saale.

Teilweise fuhren wir durch Ortschaften, in denen man das Gefühl hatte, wir befinden uns im Jahr 1945: Zerfallene Häuser, Straßen aus Kopfsteinpflaster und riesige Schlaglöcher säumten den Weg. Ein Glück, dass ich eine Reiseenduro fahre — dadurch hatte ich es doch ein bisschen bequemer als die anderen. Norbert war mit seiner Yamaha FZR 600 doch ganz schön mit dem Kopfsteinpflaster am Kämpfen.

Und so sollte es auch die nächsten Tage weitergehen: Klaus, der den Tourguide in dieser Region übernahm, führte uns nur über solche Straßen.

Tagestouren ab Leißling — Harz, Freyburg und Sommerrodelbahn

Wir starteten von Leißling aus Touren in den Harz, ins Geiseltal und nach Freyburg an der Unstrut. In Freyburg besuchten wir das Schloss Neuenburg, und in Leißling ging es auf die Sommerrodelbahn.

Weiter nach Amberg in der Oberpfalz

Am Sonntag verabschiedeten sich dann Klaus, Birgit, Helmut, Doris, Ralf und Yvonne von uns. Roger, Edith, Akki, Norbert und ich fuhren nun weiter nach Amberg in der Oberpfalz. Wir durchquerten die Region der Saale, den Frankenwald, das Fichtelgebirge und die Fränkische Schweiz.

In Amberg trafen wir dann unseren alten Kumpel Christoph. Von Amberg wurden Tagestouren in die Fränkische Schweiz, den Oberpfälzer Wald, den Bayerischen Wald und eine Stadtbesichtigung von Amberg durchgeführt.

Nach Berchtesgaden — Schnee im Juni

Dann ging es weiter durch Niederbayern, Oberbayern und das Salzburger Land bis nach Berchtesgaden. Dort bezogen wir in der Ortschaft Oberau — 1 km von der österreichischen Grenze entfernt — unsere Unterkunft.

Geplant waren Tagestouren zum Großglockner, zur Nockalm und zum Gerlospass. Aber leider konnten wir diese Sehenswürdigkeiten nicht anfahren — denn sie waren entweder wegen Schnee gesperrt oder nur mit Schneeketten befahrbar, und die hatten wir vergessen. Also mussten wir uns Alternativen suchen, denn wir hatten für vier Tage gebucht.

Die spontane „Seentour"

Spontan stellte ich eine „Seentour" zusammen, nach dem Motto „Mal sehen, was wir so sehen". Bei dieser Seentour fuhren wir den Gosausee, Hallstätter See, Traunsee, „Helmut-Kohl-See" (Wolfgangsee), Mondsee, Fuschlsee und den Wiestalstausee an.

Ediths Tour über den Tauernpass

Für den nächsten Tag stellte nun Edith eine Tour zusammen. Sie führte uns über den Tauernpass (bei Schnee!) und sollte eigentlich über den Sölkpass weitergehen. Nur war dieser leider wieder gesperrt. Also mussten wir die Tour ausweiten und über die Turracher Höhe den Rückweg antreten. Dadurch wurde die Tour fast 100 km länger als geplant.

Rogers Tour — Roßfeldstraße, Königssee und Steinernes Meer

Abends forderten wir nun Roger auf, eine Tour zu planen. Dieser sträubte sich zuerst, ließ sich aber doch mit ein paar Weizen überzeugen. Und diese Tour war vom Feinsten!

Sie ging über die Roßfeldstraße, weiter auf die Deutsche Alpenstraße zum Königssee. Von dort aus weiter um den Nationalpark Berchtesgaden Richtung Lofer, von dort weiter zum Steinernen Meer und über Hallein zurück zur Unterkunft.

Heimweg durchs Altmühltal und am Main entlang

Der Heimweg sollte nun 2 Tage dauern und uns durch das Altmühltal, den Jossgrund, am Main entlang, am Naturpark Vogelsberg (Schottenring) und Rothaargebirge nach Hause bringen.

Abstecher — Eifel und Luxemburg

Roger und ich beschlossen kurzfristig noch einen Abstecher in die Eifel und nach Luxemburg zu unternehmen. In Luxemburg durchquerten wir das Müllerthal, die Ardennen, das Tal der sieben Schlösser und zu guter Letzt das Moseltal. Den Abstecher in die Stadt Luxemburg haben wir aufgrund der hohen Hitze unterlassen.

Fazit: Super Truppe, durchwachsenes Wetter und viel gelacht.

LG Detlef (Tourendeddy)

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2005 war ein motorradreiches Jahr — noch eine weitere große Tour in diesem Sommer: