„Ruhrpottalpen????? Was ist denn das? Sind das etwa die Kohlehalden bei euch im Ruhrpott?"
Diese und noch mehr Fragen prasseln auf mich ein, wenn ich von der Tour erzähle. Nun, die „Ruhrpottalpen" werden auch als „Land der tausend Berge" bezeichnet. Na… fällt nun bei euch der Groschen? Immer noch nicht? Dann helfe ich euch mal auf die Sprünge: Es ist das Sauerland gemeint — denn es liegt sozusagen direkt vor der Haustür des Ruhrpotts.
Die Entstehung der Tour
Ein guter Motorradkollege (WaWas) fragte mich, was ich von dem Ruhrpottalpenbericht aus dem Tourenfahrer halte und ob wir das nicht mal umsetzen sollten. Mal kurz den Bericht gelesen und mit einem „Ja, das machen wir" beantwortet.
Nun wurden einige Motorradkolleginnen und -kollegen angeschrieben, bzw. die erste Tour auch über den Drachenstammtisch angeboten. Die Tour wurde dann verfeinert ausgearbeitet. Eine Unterkunft wurde gesucht und gefunden — was sich nicht als ganz so einfach erwies. Es hatten sich schließlich 26 Personen gemeldet, und diese sollten möglichst doch zusammen unterkommen.
Glücklicherweise hatte ich kurz vorher auf Mallorca ein Ehepaar kennengelernt, das eine große Pension am Rande des Rothaargebirges besaß. Kurz angerufen — und schon war alles geregelt. Nur noch gutes Wetter, und die Tour konnte starten.
Erster Tag — Altena, Sorpesee und Oberelspe
28 Grad im Schatten, der Schweiß lief — und noch kein Meter gefahren. Startpunkt war der Parkplatz an der Ausfahrt A 45 Schwerte-Ergste. Von dort ging es dann Richtung Letmathe nach Altena, wo wir einen Besuch der Burg Altena durchführten.
Nach ca. zwei Stunden ging es weiter Richtung Hemer, Sorpesee, Wenholthausen, Kirchhundem, Schmallenberg bis zum Tagesetappenziel Oberelspe. Unterwegs hatten wir noch zwei Motorradverluste zu verzeichnen.
Der Abend in der Pension Hanfland verlief sehr harmonisch. Es wurde geklönt und gelacht bis spät in die Nacht.
Zweiter Tag — Winterberg, Willingen und Möhnesee
Am nächsten Morgen ging es dann weiter über kleine Landstraßen bis nach Winterberg zur Sommerrodelbahn. Dort konnte man seine verborgene Kindheit wieder zum Vorschein holen und sich austoben.
Anschließend ging es dann weiter nach Willingen und von dort Richtung Elpe, Hennesee und Möhnesee. Der Abschluss der Tour sollte eine Schiffsfahrt über den Möhnesee werden — doch wegen des heranziehenden Gewitters entschlossen wir uns, doch schnell den Heimweg anzutreten.