Ziemlich müde von der kurzen Nacht begrüßen wir morgens die neuen Mitfahrer Norbert, Hagen, Carsten und Jens. Wir sind nun zu siebt. Nach einer kurzen Vorstellung beginnt gegen 9 Uhr unsere Tour.
Tag 1 — Great Ocean Road bis Cape Otway
Wir verlassen Glenluce in Richtung Daylesford, bis wir auf den Midland Highway stoßen. Dann bewegen wir uns immer geradeaus in Richtung Geelong, das an der Corio Bay liegt. Etwa 30 km weiter beginnt bei Torquay, das berühmt ist durch seine alljährlich zu Ostern stattfindenden Surfwettbewerbe, die spektakuläre Great Ocean Road.
Wir folgen der Panoramastraße, die dem Auf und Ab der Küstenlandschaft folgt und auf kurzen Inlandsabschnitten farnreichen Regenwald durchschneidet, an den Touristenzentren Lorne und Apollo Bay vorbei bis nach Cape Otway. Dort schlagen wir unser Camp auf und besichtigen den 1848 errichteten Leuchtturm. Auf dem Weg zum Leuchtturm begegnen uns freilaufende Dromedare. Abends erfahren wir von unserem Campingbesitzer, dass es in Australien die meisten wildlebenden Kamele gibt.
Den Tag beenden wir mit einer kleinen traditionellen Party, die immer gefeiert wird, wenn eine Kontinentdurchquerung ansteht.
Tag 2 — Mit dem Pferd zu den Koalas und zu den Zwölf Aposteln
Am nächsten Morgen muss ich all meinen Mut zusammenbringen — denn um unser Ziel zu erreichen, möglichst viele Tiere in freier Wildbahn zu erleben, muss ich mich auf ein Pferd schwingen. Wir können Koalas aus nächster Nähe betrachten und sehen viele uns unbekannte Vogelarten. Zu meinem Erstaunen überstehe ich den dreistündigen Ausritt ohne große Probleme.
Gegen Mittag steigen wir auf unsere XTs und folgen der Great Ocean Road mit den spektakulärsten Abschnitten der Südwestküste Victorias bis zu dem 150 km weiter liegenden Ort Warrnambool, wo wir unser zweites Camp errichten. Auf dieser Strecke erleben wir die von Wind, Wetter und Wellen in Jahrmillionen modellierten Felsskulpturen. Dazu gehören die Zwölf Apostel und die von der Brandung ausgehöhlte Schlucht Loch Ard Gorge. Auch die einige Kilometer weiter entfernte London Bridge zählt dazu.
Tag 3 — „The Big Lobster" und der Coorong-Nationalpark
Bei Portland verlassen wir am nächsten Tag die Great Ocean Road und begeben uns auf den Princes Highway (No. 1). Bei Kingston S.E. erwartet uns das Ungeheuer „The Big Lobster". Es ist ein gigantischer Hummer aus Fiberglas, der als Wahrzeichen der Stadt darauf hinweist, dass diese Region besonders reich an Schalentieren ist.
Nördlich hinter Kingston beginnt der Coorong-Nationalpark, in dem wir bei Policeman Point an einem Binnensalzsee unseren Tag beenden.
Tag 4 — Adelaide und Crystal Brook
Adelaide ist die einzige Sehenswürdigkeit an diesem Tag, aber eine sehr schöne. Die Stadt ist bekannt durch ihre hohe Anzahl an Kirchen und ihren schönen Märkten, von denen wir einen besuchen. Nachdem wir uns stundenlang vom Trubel des Marktes mitreißen lassen haben, setzen wir die Fahrt fort bis nach Crystal Brook. Dort campen wir auf einem relativ schlechten Zeltplatz ohne besonderen Komfort.
Tag 5 — Port Pirie, Wadlata Outback Centre und Lake Hart
Der nächste Tag führt uns vorbei an Port Pirie, dem Industrie- und Handelszentrum von New South Wales. Die Stadt wird von den bis zu 205 m hohen Schornsteinen der Broken Hill Company überragt, der weltweit größten Bleischmelzhütte.
In Port Augusta legen wir eine Pause im Wadlata Outback Centre ein. Dort lassen wir uns mit Multivisions-Schauen, Dioramen und zahlreichen Exponaten ein umfassendes Bild des australischen Outback vermitteln. Die Möglichkeit, die Royal Flying Doctor Station zu besuchen, nehmen wir leider nicht wahr.
Westlich von Port Augusta beginnt der legendäre Stuart Highway (No. 87), der uns in das Outback Australiens führt. Von nun an beginnen die langen, fahrerisch langweiligen Etappen. Landschaftlich gesehen gehört die Straße aber zu den schönsten und interessantesten Strecken Zentralaustraliens.
Bei Woomera fahren wir an einem ehemaligen Atomtestgelände der britischen Armee vorbei bis zum Lake Hart. Der riesige ausgetrocknete Salzsee ist die heutige Endstation. Bei einem herrlichen Mondaufgang nehmen wir unser Abendmahl ein — mit Millionen von Fliegen als Mitesser. In der Nacht ziehen Wolken auf, und es beginnt zu stürmen und zu regnen.
Tag 6 — 260 km ohne Roadhouse nach Coober Pedy
Am Morgen sind die Temperaturen auf ein erträgliches Niveau gesunken. Für uns beginnt nun eine Strecke über 260 km ohne ein Roadhouse. Da unsere Motorräder nur einen 13-Liter-Tank besitzen, müssen wir unsere Geschwindigkeit auf 80 km/h festlegen. Mit den letzten Tropfen erreichen wir mittags Coober Pedy.
Nähert man sich Coober Pedy, so erblickt man, so weit das Auge reicht, nur Erdhügel — als hätten Tausende von Maulwürfen im Boden gewühlt. Diese sogenannten Erdhügel sind Abraumhalden von unzähligen Stollen und Gängen. Denn dort werden die weltweit meisten Opale abgebaut.
In Coober Pedy leben etwa 2.000 bis 4.000 Einwohner aus 50 verschiedenen Nationen. Da im Sommer das Thermometer nicht selten auf über 50 °C klettert und im Winter sogar in Richtung null Grad sinken kann, haben sich die Einwohner in unterirdische Schächte, sogenannte „Dugouts", zurückgezogen. Dort herrscht das ganze Jahr über eine Temperatur von ca. 22 °C. In einem dieser Dugouts verbringen wir die nächsten zwei Nächte.
Tag 7 — Opalfelder und ein griechisches Essen
Der folgende Tag ist für Besichtigungen vorgesehen. Wir lassen uns ein Opalminenfeld zeigen, besuchen ein Opalminenmuseum und besichtigen eine unterirdische Kirche. Einige von uns schürfen sogar nach Opalen — leider ohne großen Erfolg. Abends gehen wir griechisch essen und besuchen anschließend einen Pub, wo wir den Abend mit Darten und Billard beenden.
Tag 8 — Der rabenschwarze Tag — Winnis Sturz
Der nächste Tag sollte für einige von uns ein rabenschwarzer Tag werden. Wir haben herrliches Wetter und verlassen Coober Pedy in Richtung Norden. Am Straßenrand des Stuart Highway liegen des Öfteren Kadaver von Kühen und Kängurus, die leider den 52 m langen Road Trains nicht ausgewichen sind.
Auf einem dieser Kadaver sitzt ein Adler, der die Aufmerksamkeit von Winfried auf sich zog. Der hinterherfahrende Carsten bemerkt nicht, wie Winni die Geschwindigkeit drosselt, und fuhr mit etwa 70 km/h auf. Beide flogen durch die Luft und fanden sich einige Meter weiter in der Steppe wieder. Die beiden Motorräder sind ziemlich demoliert.
Carsten und Winni haben auf den ersten Blick sich nur einige Fleisch- und Schürfwunden zugezogen (wie sich später herausstellt, noch schlimmere Verletzungen). Norbert und ich leisten Erste Hilfe. Inzwischen ist der von Jens herangeholte Tourguide Hardy eingetroffen. Nach einem kurzen Check repariert er die Motorräder notdürftig.
Anschließend fahren wir noch 80 km weiter bis nach Marla, einem Roadhouse mit Polizeistation, wo wir einen Tierarzt konsultieren. Dieser versucht vergeblich, die Flying Doctors zu überreden, Winfried in ein Krankenhaus zu fliegen, da er vermutet, dass Winni sich innere Verletzungen zugezogen hat. Das Motorrad von Winni wird ins Begleitfahrzeug verfrachtet, und er muss als Beifahrer die Tour bis zum nächsten Aufenthalt weiterfahren.
Aufgrund der Ereignisse wurde das geplante Buschcamp kurz vor Kulgera abgesagt. Wir fahren noch ca. 150 km weiter bis nach Erldunda, wo wir für Winni ein Zimmer besorgen. Die restlichen Mitfahrer dürfen sich mit Millionen von Fliegen auf dem Campingplatz die Nachtruhe teilen.
Tag 9 — Ankunft am Ayers Rock
Am nächsten Morgen verlassen wir den Stuart Highway und fahren 240 km in Richtung Westen auf dem Lasseter Highway zum Touristendorf Yulara — auch Ayers Rock Resort genannt, das am Rande des Uluṟu-Nationalparks liegt.
Etwa auf halber Strecke taucht aus der Ebene ein riesiger Tafelberg auf, den wir fälschlicherweise für den Ayers Rock halten — den Mt. Conner, ein Relikt einer Gebirgskette von Himalaja-Format, die sich hier einst erstreckte. Nach einer kurzen Fotosession erreichen wir zwei Stunden später das mit viel architektonischem Feingefühl errichtete Yulara-Ferienkomplex.
Im Visitor Information Centre erhalten wir Tipps über die Tierwelt, die sensible Fauna und Flora rund um den Ayers Rock und die Olgas. Nachdem wir unser Zeltlager eingerichtet haben, kühlen wir uns im nahe liegenden Freibad erst mal ab.
Gegen Abend fahren wir wie von einem Magnet angezogen zum wohl bekanntesten Symbol Australiens, den Ayers Rock, hin. Mit genau 348 m überragt der von den Ureinwohnern Uluṟu genannte Monolith, der an der ovalen Basis einen Umfang von 9,4 km hat, die flache Spinifex- und Mulga-Ebene. Mächtig beeindruckt beobachte ich das durch den Sonnenuntergang hervorgerufene Wechselspiel des Lichtes — den mit unterschiedlichen Farben leuchtenden Rock.
Tag 10 — Die Olgas / Kata Tjuṯa
Um das gleiche Schauspiel nur mit einer anderen Farbenpracht zu beobachten, stehe ich am nächsten Tag extra um fünf Uhr auf. Nachdem ich mich sattgesehen habe, fahre ich zu den etwa 50 km entfernt liegenden Olgas (Kata Tjuṯa), einem Bergmassiv aus 36 Felskuppeln und -domen, die sich auf 35 km² verteilen.
An einem Parkplatz im Westen des Felsmassivs treffe ich die anderen, und wir unternehmen zusammen einen Spaziergang in die Olga Gorge hinein (hin und zurück 2 km / 1 Std.). Dabei besichtigen wir die durch die angesammelte Feuchtigkeit entstandenen subtropischen Pflanzen und Tierwelt. Den Nachmittag verbringen wir faulenzend am Schwimmbad.
Tag 11 — Beschwerliche Anfahrt zum Kings Canyon
Die Anreise zum Kings Canyon erweist sich aufgrund der abschnittsweise sehr rauen und staubigen Wellblechpisten als beschwerlich. Auch die Hitze (45 °C) macht mir so sehr zu schaffen, dass ich auf dem Motorrad während der Fahrt fast einnicke. Nach etwa 260 km Fahrt schlagen wir bei Kings Creek, einem Roadhouse mit Campingplatz, unser Lager auf. Den Rest des Tages erholen wir uns am Schwimmbad, um uns für den nächsten Tag vorzubereiten.
Tag 12 — Kings Canyon Walk und der „Garden of Eden"
Um 8 Uhr morgens fahren wir zum Kings Canyon — einer bizarren, weit über 200 m tiefen Sandsteinschlucht mit teils senkrecht abstürzenden Felswänden. Er bildet das Zentrum des Naturschutzgebiets, das den westlichen Teil der George Gill Range umfasst und den offiziellen Namen Watarrka Nationalpark trägt.
Dort beginnen wir mit einem anstrengenden, aber landschaftlich spektakulären steilen Aufstieg. Oben angekommen, eröffnet uns ein Rundwanderweg (Kings Canyon Walk) herrliche Ausblicke auf die vertikale Südwand des Canyons und führt uns zur Lost City, einem Konglomerat verwitterter Sandsteinkuppeln, die wie eine Ansammlung versteinerter Bienenkörbe wirkt.
Nach einem Abstecher zu zwei weiteren Aussichtspunkten erreichen wir den „Garden of Eden", eine üppig-grüne Oase an einem Bachlauf in einer Nebenschlucht des Canyons. In einem natürlichen Pool mit glasklarem Wasser gehen einige von uns schwimmen. Anschließend geht es entlang des südlichen Schluchtrandes zurück zum Ausgangspunkt.
Am Nachmittag werden wir vom Campingbesitzer zum Damper eingeladen — Brot mit Kamelsahne und Sirup. Außerdem erfahren wir, dass die Outback-Piste Ernest Giles Road, die uns nach Alice Springs führen sollte, aufgrund heftiger Wolkenbrüche in einem sehr schlechten Zustand ist und daher unbefahrbar. Es wird uns empfohlen, den 200 km großen Umweg über den Lasseter Highway zu fahren.
Tag 13 — Meteoritenkrater und Ärger mit einem Tourist in Alice Springs
Wir nehmen diesen Rat an und fahren vorbei an den Henbury Meteorite Craters — ein Dutzend über 20 ha verstreute Krater — bis nach Alice Springs.
Abends angekommen, erregen wir bei einigen „Bustouristen" Aufsehen. Da der uns von der Rezeption zugestellte Platz unberechtigterweise belegt ist, schmeißt Norbert seine Campingausrüstung demonstrativ zwischen die dort stehenden Zelte, um sein Zelt dort aufzubauen. Darüber erregte sich ein englischer Tourist so sehr, dass wir die Rezeptionsdame hinzuziehen müssen. Im aufkommenden Zwiegespräch stellt sich heraus, dass dieser Tourist ein Deutschhasser und Motorradverpönter ist. Aufgrund seiner verhärteten Meinung gesellt sich die Mehrheit der Mittouristen auf unsere Seite. Das Endergebnis ist, dass die anderen den Platz räumen müssen.
Leider erfahren wir an diesem Abend auch, dass die Verletzungen von Winni schwerer sind als angenommen. Er hatte sich beim Sturz drei Rippenbrüche und einen Lungenriss zugezogen — mit der Konsequenz, dass er wenigstens vier Wochen nicht mehr Motorrad fahren und mit dem Flugzeug fliegen darf.
Tag 14 — Ruhetag in Alice Springs
Der 13. Tag unserer Outbacktour steht jedem zur freien Verfügung. Einige nutzen ihn zum Faulenzen und zum Waschen, andere fahren in die nahe liegenden MacDonnell Ranges oder besichtigen die Stadt.
Tag 15 — Barrow Creek und die Devils Marbles
Für die nun noch verbleibenden 1.500 km weitgehend schnurgerade Strecke nach Darwin nehmen wir uns fünf Tage Zeit. Exakt nach 283 km nördlich von Alice Springs erreichen wir Barrow Creek, einen 5-Seelen-Ort, wo wir im urigen Barrow Creek Hotel einen Imbiss zu uns nehmen.
Interessant ist die dort bestehende Buschbank: Eine Wand hinter dem Tresen ist mit Geldscheinen im Wert von gut und gern 3.000 $ tapeziert. Jeder Geldschein trägt die Signatur seines Besitzers (von mir hängt dort auch einer). Beim nächsten Besuch kann man diese Spareinlage in flüssige Währung umsetzen.
Etwa 140 km weiter kommen wir zu den Devils Marbles — einem 18 km² großen Gelände, auf dem Hunderte von teils riesigen ovalen bis runden Steinformationen liegen. Wir schlagen hier unser Buschcamp auf und bewundern beim Sonnenuntergang die Rotschattierungen auf den riesigen Felskugeln. Gegen Mitternacht tritt ein starker Wind auf, der uns um die Nachtruhe bringt.
Tag 16 — 520 km bei 47 °C nach Daly Waters
Der nächste Tag ist ein eintöniger, langweiliger Fahrtag. 520 km bei 47 °C und vielen kleinen Trinkstopps bis nach Daly Waters. Bei Dunmarra verlässt uns Jens. Er hat noch vor, die Kimberleys — ein riesiges Plateau mit tief eingeschnittenen Schluchten — zu besuchen.
In Daly Waters besuchen wir das einzige Pub mit eindeutigen Accessoires an der Decke. Beim Nachfragen erklärte man uns, dass beim australischen Billard derjenige, der beim Ende des Spieles noch alle seine Kugeln auf dem Tisch liegen hat, seine Unterwäsche vor versammeltem Publikum entblößen oder eine Pubrunde zahlen muss. Die ausgezogene Unterwäsche (bei Männern die Unterhose, bei Frauen der BH) wird dann an die Decke geheftet.
Tag 17 — Mataranka und die Fliegenden Füchse
Morgens um 8 Uhr herrschen schon Temperaturen um die 30 °C. Die Luftfeuchtigkeit steigt in den letzten Tagen immer mehr an, da wir uns seit 50 km hinter Alice Springs im subtropischen Bereich Australiens befinden. Wir fahren heute nur 170 km bis nach Mataranka, wo uns ein natürliches Wasserbecken mit konstant 34,6 °C Wassertemperatur inmitten eines tropischen Palmenwaldes erwarten soll.
Leider ist die Umgebung um Mataranka von Wassermassen aus dem vor drei Wochen herrschenden Unwetter so verwüstet worden, dass unser erhofftes, erfrischendes Bad in den Thermalquellen ausfallen muss.
Abends erleben wir ein faszinierendes Schauspiel der Tierwelt. Bei Einbruch der Dämmerung werden die im Palmenwald lebenden Fliegenden Füchse aktiv. Wie auf ein Kommando fliegen die „Fledermäuse" los und bedecken den Himmel auf einer Breite von ca. 3 km und, so weit das Auge reicht, bis in den Horizont hinein. Man schätzt, dass etwa eine halbe Million fliegende Füchse dort leben. Am anderen Morgen erleben wir das gleiche Schauspiel, als die Fliegenden Füchse von ihrer Futtersuche zurückkommen.
Tag 18 — Katherine und Edith Falls
Mittags erreichen wir Katherine, das Zentrum des Never Never Lands — einen von Viehzucht geprägten, breiten Landstreifen, der sich durch das Northern Territory erstreckt. Wir schauen uns die auch vom Unwetter nicht verschonte Stadt an. Anschließend geht es weiter zu den etwa 50 km nördlich liegenden Wasserfällen Edith Falls. Dort verbringen wir den Rest des Tages mit Wandern und Schwimmen. Ein herrliches Erlebnis.
Tag 19 — Termitenhügel, Krokodilfarm und Ankunft in Darwin
Der letzte Fahrtag bricht an. Die hohe Luftfeuchtigkeit bringt uns schon bei der kleinsten Bewegung ins Schwitzen. Auch der Fahrtwind bringt uns keine Erleichterung, und die Fahretappen werden aufgrund des hohen Flüssigkeitsverlustes immer kürzer. Bei Hayes Creek verlassen wir den neuen Stuart Highway und folgen dem alten Stuart Highway, der fahrerisch gesehen mit Sicherheit die bessere Alternative ist.
Ein sechs Meter hoher Termitenhügel lässt uns zu einer Fotosession inspirieren. Unterwegs sehen wir noch mehrere Wasserbüffel. Kurz vor Darwin besuchen wir noch eine Krokodilfarm. Wir haben das Glück, eine Fütterung zu erleben. Ich kann nur hoffen, nie zwischen die Zähne eines Krokodils zu kommen.
Gegen Abend erreichen wir unser Basislager in Darwin, wo wir dann den Tag mit Live-Musik in einem Pub beenden.
Tag 20 — Abschied in Darwin
Darwin ist die Hauptstadt des Northern Territory und mit 75.000 Menschen auch die größte. Wir nutzen den letzten Tag für Einkäufe von Erinnerungsstücken aus Australien. Auch die Sehenswürdigkeiten sollten nicht auf der Strecke bleiben.
Wir besuchen das NT Museum of Arts and Sciences, das neben einer natürlichen Sektion eine Kunstsammlung der Aborigines sowie Stammeskunst südostasiatischer und melanesischer Völker präsentiert. Das Fanny Bay Museum präsentiert die Stadt- und Regionalgeschichte Darwins.
Den letzten Sonnenuntergang genießen wir bei Champagner am Strand. Bei Hardys Abschiedsessen lassen wir bei Rotwein noch einmal die erlebten Ereignisse Revue passieren und sind traurig, dass die schöne Zeit vorbei ist.
Fazit: „Australien, ich komme wieder!"