Schwarzwald Tour 2003 

Am 13.09.2003 hieß es „Uff geht´s in den Blackforrest“. Roger, Norbert und ich  trafen uns um 11:30 Uhr an der Auffahrt A42 „Bismarck“.


Warum so spät, wird sich so manch einer Fragen, und diese Frage ist auch berechtigt, denn wir hatten im Vorfeld noch einige Probleme mit Norberts Transalp zu lösen.


Norbert hatte eine Woche vorher einen neuen Vorderreifen montieren lassen. Bei einer Probefahrt einen Tag vor unserer Abreise stellte er fest, das die Vordergabel bei einer Geschwindigkeit von 30 km/h fürchterlich zu schlagen begann. Der erste Gedanke Vorderrad eventuell nicht richtig eingebaut zu haben erwies sich als falsch. Nun dann ab zum Reifenhaendler, vielleicht ist der Reifen nicht in Ordnung. Doch auch der Reifenhaendler meint es waere alles in Ordnung und ist der Meinung, dass die Felge eventuell einen Fehler aufweist. Nun was bleibt uns über, ab zum Motorradhaendler, der eigentlich schon Feierabend machen wollte. Nach stundenlangen Diskussionen erklaerte sich der Honda Haendler bereit uns ein Vorderrad von meinem Ausstellungsmodel zur Verfügung zu stellen und das alte Vorderrad zu reklamieren. Einzigste Bedingung  das alte Vorderrad komplett mit dem neuen Reifen montiert zur Verfügung zu stellen. (Reifen war von der Felge demontiert worden). Nachdem wir zur Ruhe gekommen waren und uns noch mal Gedanken über den Vorfall machten kamen wir zu dem Ergebnis, das es eigentlich gar nicht an der Felge liegen kann. Denn es war ja schließlich schon der dritte Satz Reifen montiert worden und es sind nie Probleme aufgetreten. Auch der Gedanke dass der Honda Haendler zum gleichen Ergebnis kommen könnte und eventuell das Austausch Vorderrad bezahlt haben möchte, ließ uns keine Ruhe. Also dann am Samstag Morgen schon um 8:00 Uhr bei einen anderen Reifenhaendler vor der Tür gestanden, dort einen neuen Reifen montieren lassen, zurück zur Garage, Rad wieder eingebaut, Probefahrt gemacht und festgestellt das der erste Reifenhaendler Norbert einen  fehlerhaften Reifen angedreht oder den Reifen nicht richtig montiert hatte.   


Um 16:30 trafen wir dann Christoph unsern Roadrunner, Wilhelm und Kurt am Rastplatz Bruchsaal. Nach einer herzlichen Begrüßung (schließlich hatten wir uns ein Jahr nicht gesehen) ging es dann bei Lahn ab in den Schwarzwald. Über herrliche kleine Landstraßen fuhren wir dann Richtung Lenzkirch, wo wir unser Quartier für eine Woche aufschlugen.  


Nun könnte ich hier jeden Tag beschreiben, was aber den Rahmen dieses Tourenberichtes überschreiten würde. Deswegen werde ich hier in Kurzform die wichtigsten Routen nennen.


Für GPS Besitzer werde ich die Möglichkeit anbieten, unsere gefahrenen Routen zu downloaden.  


Der Ausgangspunkt für unsere Touren ist das schöne Staedtchen Lenzkirch. Ein 3000 Seelen Ort der genau zwischen Titisee, Schluchsee und dem Feldberg liegt. Von dort aus kann man schöne Tagestouren zu dem Rheinfall in Schaffhausen, zu den Schweizer Voralpen, zum Bodensee oder zum Elsass unternehmen. Auch besteht die Möglichkeit viele Sehenswürdigkeiten wie z.b. das Uhrenmuseum in Furtwangen, die Altstadt von Freiburg, das Benedittenkloster in St. Blasien, den Vogelpark Wiesental, eine Glasblaeserei uvm. zu besuchen.


Eine der interessantesten Strecken ist die berühmte Schauinsland Straße. Die ca. 12 km lange und mit etwa 120 Kurven und Kehren versehene Strecke beginnt hinter Freiburg Günterstal und endet am höchsten Punkt des Oberer Kapplerwald, dem Schauinsland.  Sie ist für Motorradfahrer am Wochenende und an Feiertagen gesperrt. Es ist immer wieder ein Genuss die Schauinsland mehrmals herauf und herunter zu fahren. Nachdem man sich ausgetobt hat, kann man sich nun der Münstertalstraße widmen. Man faehrt vom Schauinsland Richtung Stohren. Die kleine schmale, mit engen 180° Kehren versehene Straße erfordert schon einiges Fahrkönnen. Am Ende der Straße biegt man links ab und faehrt Richtung Belchen (Aussichtspunkt). Die nun folgende Strecke erfordert Disziplin, da sie zum Rasen verleitet und dadurch sehr gefaehrlich werden kann. Der Belchen laedt zu einer kleinen Pause ein. Man hat dort einen herrlichen Rundumblick auf den Hochschwarzwald. Leider ist der Belchen seit 2002 nur noch mit einem Lift zu erreichen.


Eigentlich ist es egal in welcher Richtung man faehrt, solange man sich von den Bundestrassen fernhaelt, laedt jede Straße zum Kurvenfahren und zum Genießen ein. Deswegen nenne ich in Kurzform noch einige Strecken die man auf jedenfalls fahren sollte.


Die Albtalstraße von St. Blasien  nach Albbruck. Die Schwarzwald Panoramastraße von Waldkirch nach Hinterzarten. Durch das Hexenloch von St. Peter Richtung Gütenbach und zum guten Schluß das Kanderntal von Kandern nach Badenweiler weiter nach Zell im Wiesental. Weiter Anfahrpunkte waeren noch der Hohe Blauen, der Kandeln und die Triburger Wasserfaelle.


Nachdem die wunderbare Woche vorbei war, verabschiedeten wir uns von Christoph, Wilhelm und Kurt, die sich wieder Richtung Heimat bewegten. Norbert, Roger und ich fuhren weiter nach Tösens am Reschenpass um uns dort noch mit Helga und Stephan  zu treffen. Leider teilte uns Birgit über eine SMS mit das sie nicht kommen kann.